Mittwoch, 31. Mai 2017

Inhotim: Kunstparadies im Urwald

Wir dachten ja, der Burle Marx Park bei Rio wäre nicht mehr zu toppen, aber was hier in Inhotim zu sehen ist sucht weltweit Vergleichbares...
 ...der Park befindet sich in Brumadinho bei Belo Horizonte, ca.450km nördlich von Rio.
Auf einem 140Hektar großen Gelände stehen 23 Pavillons und 20 Skulpturen internationaler Künstler. Der Landschaftsarchitekt war natürlich Roberto Burle Marx...

 ... das erste Kunstwerk, an dem wir vorbeikommen, ist der Narzissus Garden von Yayoi Kusama...
 ... ein Dachgarten angelegt als Teich mit fussballgroßen silbernen Kugeln zwischen Papyrus, Schilf und Seerosen...
 ...über den angelegten See hinweg sehen wir schon das Magic Square#5 von Hélio Oiticica...
 ... zwischen den Pavillons stehen überall Bistros, Cafés und nette Restaurants...

 ... die Farben diese Magic Square#5 sind tatsächlich so intensiv und leuchten in der Sonne (die uns diesen Tag versüßt) natürlich besonders...

... dann kommen wir zur Galeria Lago...


... in der sich besonders Laurin gern inszeniert ...
... und Emma schaut ganz verträumt Seifenblasen hinterher...
 ...wieder im Freien kann es unser Klettermaxe Nils nicht lassen die ein oder andere Palme zu besteigen...
... und mit forschem Schritt geht es weiter, wir haben noch viel anzuschauen...

...in der Galeria Doris Saucedo wurde ein Maschendrahtzaun in den Gipsputz eingearbeitet, was zu einem merkwürdigen Raumempfinden führt...


 ...die Galeria Miguel Rio Branco ist schon für sich fast ein Kunstwerk...
...der Ausstellungsraum ist komplett mit verrostetem Cortenstahl verkleidet...

... im Innern sind Installationen mit riesigen Tüchern, auf denen Filme projiziert werden, wie hier Haie...

... die Fotoausstellung zeigt Bilder aus Favelas (den Armenvierteln in Brasilien)...

  ... in der Galeria Claudia Andujar sind wir allein schon von der Architektur sehr angetan, ein Backsteinbau...




...kombieniert mit Holzlamellen, die zusammen ein wunderschönes Licht-Schatten-Spiel eingehen...
 ... die Ausstellung zeigt Fotografien von Ureinwohnern in ihren jeweiligen Wohngebieten...



...im ganzen Park stehen diese grandiosen Bänke und Tische aus riesigen Baumstämmen rum, am liebsten würde man auf jeder eine Rast einlegen...
 ... wie die Faltungen das Licht reflektieren...

... man muß nicht immer verstehe was Mamas da so treiben :-0...


... uns gefällt auch besonders, wie sich die Gebäude in die Landschaft einbetten bzw. wie die Landschaft um die Gebäude herumfließt...
... wir werden hier noch zu Palmenliebhabern...

... und manch Installation ist dann doch ganz schön skurril, wie hier die Fischernetze in denen Weinkaraffen, Gläser und mit rotem Saft getränkte Schwämme hängen...
 ... da ist sogar George etwas irritiert :-)...
...Emma genießt daher lieber die Landschaft...
 ... große Steinplatten weißen uns den weiteren Weg...
 ... durch den zum Teil dicht bewachsenen Park...
 ... und da Vatertag ist...
 ... entschließen wir uns kurzfristig...
 ... diesen auch gebührend zu feiern...
 ...nach einem kurzen after-lunch-napping auf einer unserer Lieblingsbänken...


... komen wir zum Orchideengarten...
 ... und wieder einmal sind wir begeistert, welche Farben und Muster die Natur hervorbringen kann...
... in der Galeria Fonte war dagegen künstlerisch ein kompletter Raum ROT eingerichtet ...
 ... und dann fühlte sich Nils wie "der kleine Mann im Mond"
 ... und Emma versucht den Sinn hinter den 4 Colaflaschen zu erkennen...
 .... der Wechsel zwischen Kunst, kunstvoll angelegter Natur, Natur als Kunstobjekt und purer Natur entführt einen in eine völlig andere Welt...

 ... und wir ertappen uns oft gegenseitig dabei darüber zu staunen was wir sehen: eben ganz im "Hier und Jetzt"...


... und manchmal verschmilzt Kunst und Natur...


..."Kunst in der Natur" oder "Natur in der Kunst"...
  


... in der Galeria Cosmococa hatten die Kids am meisten Spaß...

... in der gesamten Galerie war es extrem dunkel...

...und in jedem Raum war ein anderes Sinnesorgan angesprochen: in einem gab es laute Musik, im nächsten war es extrem kalt, einer hatte grelles Licht
... und im Bällebad war alles ganz weich, der Boden die Ballons (das Bild wurde mit Blitz gemacht, in Wirklichkeit sah man fast nichts)

... wieder im Freien fanden wir diese lustigen Früchte...
 ... und da unsere Sinne irgendwie wie verfeinert waren, sahen wir plötzlich dieses Hörnchen im Baum, das wohl Material für sein Nest zusammensammelte...
...im hintersten Winkel das Parks entdeckten wir diese Skulptur von Chris Burden: Beam Drop Inhotim

... weiter geht es in Emma´s Lieblingsgalerie...
... in der bekannte Gebäude als Kerzen gestaltet wurden, die langsam abbrennen...
...die Stimmung in diesem Raum war richtig feierlich und der Geruch angenehm warm...


 ... wieder im Park werden wir von diesen Exoten gefesselt...
... und Weihnachtssterne als Busch ist auch ein ungewöhnlicher Anblick...
... dieser Pool von Jorge Macchi ist Kunstwerk und Schwimmbad in einem...
...mit neidischem Blick schauen wir auf die Schwimmenden, keiner hat uns gesagt, daß wir Badesachen einpacken sollen...
... in dieser Galeria konnte man Wörter wachsen lassen...

... und immer wieder faszinieren uns die Blätter der verschiedenen Pflanzen, die selber aussehen wie Kunstwerke....
      


... die Landschaft durch ein riesiges Fernrohr zu betrachten macht einen plötzlich sensibel für die kleinen Details...
 ... und auf einmal sehen Bergspitzen wie Tier aus...
 ... leider werden wir aufgefordert den Rückweg anzutreten, da es schon gleich 16:30 Uhr und der Park schließt (ab 17:00 Uhr ist es zappenduster in diesen Breitengraden)
 ... und so können wir die letzte verbleibende Galerie nur noch von außen bestaunen...
 ...Inhotim, Du hast uns verzaubert, uns ins "hier und jetzt" geholt und uns nachhaltig beeindruckt, wie Dein Schöpfer Bernardo Paz ( ein Milliardär und Stahlmagnat) es sich ausgedacht hat...


... wir lieben Dich und danken Dir !!!

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/brasilien-kunst-im-wunderland-inhotim-a-1076279.html




























Costa Rica: Abschluss im Yogaretreat