Freitag, 30. Juni 2017

Peru: Choquequirao-Epic-Trek I

Am Morgen des 21.Juni um 4:30 Uhr starten wir zu siebt in Cusco: Guido und Iris unsere Guides, Rocky unser Koch und die gesamte Weisserei...
 ... auf der Fahrt, die insgesamt 4h dauert, kauft Rocky noch frische Avocados...
 ... und der müde Laurin braucht noch ein paar Kuscheleinheiten...
 ... ca. 30 min hinter dem kleinen Andendorf Cachora, wird das Gepäck auf die Mulis umgepackt, die davor noch auf einem saftig grünen Hügel grasen durften...
 ... wir grasen ääähhhh stärken uns dagegen im kleinen Wasi mit Pilzsuppe und frischem Avocadosalat... 
 ... um ca. 13:00 Uhr stürzen wir uns dann in unseren 5 Tage/4 Nächte-Trek durch die Anden...
 ... doch bevor es dann endgültig los gehen kann, bitten wir alle mit 3 schönen Cocablättern Patchamama (Muttererde) um einen sicheren Trail...
 ... und wir blasen über eine Wasserflasche in alle 4 Himmelsrichtungen unseren Atem...
... nun kann es endlich los gehen...
 ... wir haben einen 3 stündigen Abstieg vor uns...
 ... zum Teil über sehr schmale felsige Stufen...
... es zeigt sich schnell, dass die Zwerge deutlich schneller, als wir Großen den Berg "runterrennen"...

 ... daher legt Guido immer wieder kurze Pausen ein...
 ...hier überholen uns dann auch unsere Mulis mit Koch und den beiden Horseman: Sergio und Samuel...
 ... da wir keine richtigen Wanderschuhe haben, sondern nur Turnschuhe rutschen wir an den steilen Hängen ganz schön ab...
 ...schlußendlich kommen wir alle gut im ersten Übernachtungscamp an...
 ... Sergio und Samuel haben schon unsere Igluzelte aufgebaut und Rocky ist schon kräftig am kochen...
... um 17:00 Uhr gibt es erstmal Kaffee oder wahlweise Cocatee und Kakao mit  Käsebätterteighäppchen und Guacamole, Rocky Du bist der Beste ...
 ... danach legen Emma und Tina noch eine Yogaeinheit ein und nach dem Abendessen ca. um 19:00 Uhr gehen wir alle schlafen...
 ...der Morgen beginnt mit einem Cocatee und energiereichen Frühstück mit Fruchtsalat und Amarantcrunchies...
 ... und um Punkt 6:30 Uhr sind wir dann auch schon abmarschbereit...
 ... leider hat bei Tina über Nacht Bauchgrummeln eingesetzt, fit ist anders, naja wird schon gehen...
... erstmal müssen wir runter zum Fluß...
... das sieht dann so aus...

 ... über diese Brücke überqueren wir den ersten Fluss...
 ... der Himmel ist noch total bewölkt, was sich im Nachhinein als Glücksfall herausstellen wird...
 ...vom Aufstieg gibt es leider keine Bilder, denn der war echt extrem... wir sind in unserem ganzen Leben noch nie so steil 7 km bergauf gestiegen, hört sich jetzt nicht viel an, aber es war echt nicht ohne...

 ... und Tina muß sich dann auch erstmal ablegen, wobei die Jungs, und hier besonders Nils, noch voller Energie sind...
 ... Iris meint im Nachhinein: die Jungs sind den Berg hoch, wie Kanonenkugeln... und Guido hat seinen persönlichen Streckenrekord gebrochen, da ihm Nils immer mit seinen Stöcken buchstäblich in die Hacken getreten ist... 
... in Marampata gab es dann erstmal eine 2 stündige Pause mit Lunch...
 ... auch für die Pferdchen...
 ... gut gestärkt und ausgeruht laufen wir weiter zum Parkeingang von Choquequirao, einer Inkastadt, die mit 2000 ha wohl ein fast so großes Ausmaß haben soll, wie MatchuPicchu ( und daher Schwester zu MP genannt wird), jedoch wurde sie bisher erst zu einem 1/3-tel ausgegraben...
 ... vom Gateeingang, an dem man proPerson 40 US$ (die zu Renovierungszwecken eingesetzt werden) zahlen muß, erblicken wir schon die ersten Terrassen, die so typisch für diese Inkaanlagen in den Bergen sind und als Pflanzterrassen dienten...
 ... Choquequirao (was "Goldene Wiege" bedeutetein Name der Neuzeit) ist bisher nur über diesen Fussmarsch zu erreichen...
 ... allerdings soll in den kommenden Jahren eine Seilbahn vom gegenüberliegenden Bergort gebaut werden...
 ... wir haben es Gotts sei Dank vorher hierher geschafft...
...und als wir die Terrassen erreichen sind wir komplett allein hier...
 ... wir machen es uns erstmal auf der Piazza gemütlich und relaxen und lassen diese hunderte von Jahren alten Steine auf uns wirken...
 ... diese Ort war den Aristokraten und den Priestern vorbehalten...
 ... die Terrassen wurden von den Gärtnern und Landwirten bearbeitet...
 ... dann steigen wir hinunter zu den Lamaterrassen, ein heiliger Ort, an dem religiöse Zeremonien stattgefunden haben...
 ...diese Lamadarstellungen sin in den Anden etwas ganz besonderes und nur in Choquequirao zu finden, die Inkas haben die Lamas verehrt... diese Platz hat mit diesem Ausblick schon etwas mystisches...
 ... wir steigen wieder hinauf zur Piazza und laufen etwa 30 min zu unserem 2. Übernachtungsplatz...
 ... wir essen im Kochzelt: es gibt frisches Popcorn zum Kaffee und Cocatee...
 ... währenddessen bereitet Rocky schon wieder ein leckeres Abendessen für uns zu (was für ein cooler Typ)...
... danach versinken wir kurz nach Sonnenuntergang todmüde in unseren kuscheligen Schlafsäcken und dürfen am nächsten Morgen sogar bis 7:00 Uhr "ausschlafen" !!!



ab nach Peru: Cusco

Wir werden auf´s Freundlichste in La Paz (Bolivien) verabschiedet...
 ...wir fliegen vorbei am Titikakasee, der zu einem Teil auch noch zu Bolivien gehört ( er liegt genau auf der Grenze zwischen Bolivien und Peru)...
 ...nach Cusco mitten in den Anden...
 ... am Flughafen wird man mit einem Korb Cocablättern empfangen, quasi das "Red Bull" der Andenbevölkerung...
 ...wir wohnen bei einer amerikanischen 7-köpfigen Familie, die seit 8 Jahren in Peru wohnt und Airbnb wie auch Touren zu Fuß, als auch auf dem Bike durch die Anden anbietet...
... die Kinder verstehen sich auf Anhieb und reden wie selbstverständlich auf Englisch miteinander...
 Nicole und Bill zeigen uns ein bisschen die Stadt...
 ...die uns gleich gefällt, hier mischt sich auf angenehme Weise die einheimische Bevölkerung mit den vielen Travellern, die Cusco als Ausgangsort für Andentouren zum MatchuPicchu wählen...
 ...die Sockel vieler Gebäude sind aus den weltbekannten passgenauen Mauerwerkssteinen der Inkas gefertigt, von denen man heute noch nicht weiß, wie diese Präzision erreicht werden konnte...
 ...zwischen die Fugen passt nicht mal ein Blatt Papier...
 ... und die Oberfläche ist glatt wie ein Babypopo...
 ... die Märkte quellen über vor bunten von Hand gefertigten Dingen...
 ... und wenn man nicht aufpasst, kann man in einen regelrechten Kaufrausch verfallen, da die Textilien aus Alpakawolle gefertigt und superkuschlig sind...
 ... und man mit ein bisschen Handeln z.B. solche kunstvoll gefertigten Mützchen für 9 € bekommen kann...
 ... nach einem leckeren Abendessen in einem netten Restaurant, das uns Nic und Bill empfohlen haben, schlendern wir zurück...
 ...durch die engen Gassen von Cusco in das Haus der beiden, wo wir zusammen mit den sieben wohnen...
... auf dem Nachhauseweg kommen wir an diesem Plakat vorbei...
...am nächsten Morgen begegnen uns dann auch überall komische Vögel...
... die ganze Stadt tanzt in folkloristischen Kostümen...
...zur typischen peruanischen Musik...
...für uns Wüstenmenschlein, die gerade aus der völligen Einsamkeit und Stille kommen, ist dieses Festa fast etwas zu laut und viel...

 ... trotzdem sind die Farben und die vielen lachenden Gesichter wunderschön anzuschauen...

 ... wir entscheiden uns dennoch einen Ort zu suchen, an dem es ein wenig ruhiger zugeht und so verbringen wir den Tag in einem Cafe hoch über Cusco und widmen uns der weiteren Reiseplanung, den Tagebüchern und dem Blog...

  ... als uns der Appetit überkommt schlendern wir zurück ins Zentrum...
 ...wie überall in Südamerika sieht man auch hier noch die alten Käfer, die hier wohl noch produziert werden...
 ... Jörg hat ein Restaurant rausgesucht, das auf Seafood spezialisiert ist...
 ... wir wollen Ceviche essen, ein Gericht aus rohem Fisch, der mit Zitronensaft fermentiert ist und somit wie gekocht schmeckt...
 ... dazu gibt es Süßkartoffeln und Corn: ein absoluter Gaumenorgasmus ;-)...
 ... in der Abendstimmung schauen wir noch ein wenig dem bunten Treiben zu...
 ... die Trachten sind zum Teil wirklich wunderschön und die Mädchen genauso...


... und man verspürt den dringenden Wunsch auch einen solchen Ponscho sein Eigen nennen zu können, jedenfalls Tina und Emma...
...am nächsten Tag rüsten wir uns für den Treck aus, den wir mittlerweile über hakuexpeditions.com (dem Reiseunternehmen von Nic und Bill) gebucht haben...
 ... Jörg wird zu Indiana George... 
 ... wir brauchen Wanderstöcke, Kopfbedeckungen, scarfs und ein spezielles Mückenspray, das auch gegen Sandflöhe :-0 schützt ... 

 ... das Spielen mit einer Babykatze macht das einkaufen im Treckerladen für die kids erträglich...
 ... und vor dem Laden sitzt diese ältere Dame, die Gürtel webt, echt beeindruckend...
... da schlägt Tina zu 2 Stück für 9 € ( die Dame webt 3-4 Tage an einem)
 ... und nebenan gibt es handgemachte Nudeln...
 ... also uns gefällt Peru auch kulinarisch gesehen super gut...
 ... nach unserem Latelunch/Earlydinner stürzen wir uns nochmals ins bunte Treiben...
 ... eigentlich haben wir extrem Glück solch ein Event miterleben zu können...


 ... man kommt in einen regelrechten Farbenrausch...

 ... wunderschön die vielen lachenden Gesichter, ob alt ob jung hier lebt jeder die Tradition noch voll aus...
 ... und falls die ganz Kleinen schlapp machen, gibt es ja hier diese herrlich bunten Tragetücher...
.... Good Night rauschendbuntes Cusco wir sind nun ganz beschwipst von Deinen Farben !!!

P.S.: ... bei Bedarf, wir haben noch hunderte dieser bunten Bilder ;-) !



Costa Rica: Abschluss im Yogaretreat